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Puch-Automobile #2# 1900-1990

ISBN-10: 3705902563

ISBN-13: 9783705902565

 

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Puch-Automobile #2# 1900-1990

von Friedrich F. Ehn

Dieses Werk gibt einen genauen und detaillierten technikgeschichtlichen Überblick über die Automobilproduktion der österreichischen Traditionsmarke Puch in Graz.

Schon wenige Monate nach der Gründung der "Johann Puch - Erste steiermärkische Fahrrad-Fabriks-Actien-Gesellschaft" gab es einen Einstieg des Firmeninhabers Johann Puch in die neue und faszinierende Welt des Automobils. Im Jahr 1900 fuhren bereits die ersten motorisierten Puch-Produkte. Und bereits im Jahre 1906 fanden die ersten fabriksmäßig gefertigten Automobile von Puch ihren Weg zum Kunden.

Bis zum Ersten Weltkrieg stieg Puch zu einer der größten Automobilfabriken der österreichisch-ungarischen Monarchie auf. Das Programm umspannte Automobile von der leichten Voiturette über schnelle Automobile, deren berühmtestes wohl der Typ VIII "Alpenwagen" war, bis zu Sanitätskraftwagen und Lastautomobilen.

Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg brachte jedoch die Fertigung automotiver Produkte aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse der jungen Republik Österreich in Graz zum Erliegen. Und das trotz der Tatsache, daß die Produktion der Fabrik eine breite Diversifizierung vom Motorpflug, über Feldbahnen bis zum neuen "kleinen" Alpenwagen erfahren hatte.

Erst im Jahr 1957 trat Puch, bereits seit 1933 Konzernbetrieb der Steyr-Daimler-Puch AG, wieder mit einem eigenen Automobil an die Öffentlichkeit. Es war dies der legendäre und vielgeliebte Kleinwagen "Steyr-Puch 500", für viele Österreicher der erste eigene motorisierte Untersatz. Aber gerade dieser Kleinwagen hatte es "in sich" und fuhr im sportlichen Wettbewerb die Konkurrenz in Grund und Boden. Er wurde Europameister und war Monte Carlo-Sieger. Im In- und Ausland waren die Siege des kleinen "Pucherls" Legion. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, daß dieser österreichische Kleinwagen heute als "Kultauto" für viele Automobil-Liebhaber im In- und Ausland ein beliebtes Sammelobjekt ist.

Aber es folgten weitere Puch-Automobile, wobei jede Type für sich etwas ganz Außergewöhnliches darstellte. So sei der Kombiwagen Steyr-Puch 700 C erwähnt, der einen "Unterflurmotor" hatte, oder der geländegängige "Haflinger", jener kleine Geländewagen, der als Wegbereiter jener heute so beliebten japanischen Klein-Geländewagen anzusehen ist, die überall die Herzen der Jugend im Sturm erobern. Der "Haflinger" erklomm Wege und Steige, die mit keinem der damals bekannten Geländewagen befahren werden konnten. Und anläßlich der österreichischen Anden-Expedition stellte ein "Haflinger" den Höhen-Weltrekord für Automobile auf.

Der "Pinzgauer", der bis vor kurzem in der modifizierten Urversion des Jahres 1969 noch immer vom Band lief, wird von Experten als das "geländegängigste Radfahrzeug der Welt" angesehen. Mit dem "Pinzgauer" können Transportaufgaben erledigt werden, die sonst nur noch von Hubschraubern im Hochgebirge sowie in den unwirtlichsten Gegenden der Erde bewerkstelligt werden können.

Und schließlich sei noch die heutige Allradproduktion erwähnt, die die weite Palette der Kooperation mit europäischen und überseeischen Automobilherstellern umspannt. Puch ist heute bei Allradantrieben führend, sei es vom Engineering oder von der Fertigungsseite her. Nicht Masse, sondern Klasse ist hier die Devise.


Buch, Hardcover, 22,5 x 26,5 cm, 296 Seiten, 575 teils farbige Abbildungen, deutscher Text